30 Jahre Haltbarkeit


Björn Lindner, Leiter Erhaltung
Studium Wirtschaftsingenieurwesen, Baubetriebslehre, Infrastrukturmanagement an der TU Bergakademie Freiberg
Hat Erfahrung in öffentlich-privaten Autobahnprojekten

Björn Lindner, Leiter Erhaltung, kommt direkt zur Sache. „Unser Ziel ist aus eigenem Interesse: So wenig Einschränkungen wie möglich für die Autofahrer zu produzieren. Wir sind hier in einem Verfügbarkeitsmodell, das heißt, jede Maßnahme, die wir auf der Strecke durchführen, die Verkehrseinschränkungen zur Folge hat, führt zu Abzugsbeträgen von unserem monatlichen Entgelt: Das ist der Anreiz für uns als private Firma, die Maßnahmen optimal zu bündeln.“

Den Verkehrsfluss immer im Blick: An allen Baustellen sind Stauwarnanlagen installiert, die Messquerschnitte erkennen, wenn der Verkehr spürbar langsamer wird oder sich verdichtet. Auf LED-Anzeigetafeln gibt es entsprechende Stauwarnungen.
„Es wird tatsächlich gemessen, da sitzt nicht jemand, der auf Verdacht einstellt „Achtung, Stau“, die Infos sind wirklich aktuell, auch die entsprechenden Geschwindigkeitseinschränkungen sollte man also ernst nehmen.“

Ein bißchen Stolz ist auch dabei: „Wir haben bei Null angefangen, waren mit Bleistift, Notizbuch und Laptop ausgestattet und mit einem Plan dahinter“, so Lindner, „um unseren eigentlichen Standort, die Autobahnmeisterei in Oberkrämer, zu planen und zu errichten. Im zweiten Bauabschnitt haben wir Hallen für alle unsere Fahrzeuge gebaut, eine große LKW-Halle mit Waschplatz und Werkstatt, Transporterhallen, Schilderwagenhallen, Sozialgebäudehallen, kurz: Alles, was eine moderne Meisterei gern hätte, haben wir in nicht ganz zwei Jahren aus dem Boden gestampft.“

Diese Hardware ist auch nötig, denn sie stellt sicher, „dass der Auftraggeber 30 Jahre lang – und darüber hinaus – eine Straße hat, wie er und die Öffentlichkeit sich das vorstellen“, fasst Lindner den Kern des Projekts noch einmal zusammen.